Archiv der Kategorie: aus der Zeitung

Autos für junge Menschen kein Statussymbol

Das Auto als Statussymbol? Für viele junge Menschen eher nicht.

Eine Umfrage unter 3.000 Menschen zwischen 18 und 34 Jahren ergab, dass 69% der Aussage zustimmen: „Ein Neuwagen kommt für mich nicht in Frage.“

Ein Mitarbeiter des Umfrageinstituts sagte im Interview:

„Die Zukunft der Autoindustrie liegt offenbar nicht mehr im Besitz eines Autos, sehr wohl aber weiterhin in dessen Nutzung.“

„Über 70 Prozent der Befragten in Deutschland meinen, dass Car-Sharing eine sinnvolle Alternative zum Besitz eines eigenen Autos und ein Modell mit Zukunft sei.“

Interview
Umfrageergebnisse

Interview: „Autofahren ist viel zu billig“

Die Wochenzeitung „Zeit“ hat heute ein Interview mit dem Mobilitätsforscher Andreas Knie veröffentlicht.

Einige Zitate daraus:

Wir verschwenden für Autos zu viel Platz und Ressourcen.

Warum finden wir es eigentlich normal, dass jeder umsonst oder für wenig Geld im öffentlichen Raum parken darf?

Fürs Parken müsste man jedem Autobesitzer 27 Euro pro Tag berechnen. Denn es gibt kein Menschenrecht auf Parkplätze für umsonst. Auch nicht für Anwohner.

Ich würde ein deutliches CO2-Limit einführen: Kein Motor darf mehr als 50 Gramm pro Kilometer vom Jahr 2025 an produzieren.

Ordnungsdezernent verteidigt Gehwegparken

Darmstadts Ordnungsdezernent Rafel Reißer hat in einem Interview mit dem Darmstädter Echo vom 13. Januar (Überschrift: „Viele Autos, wenig Platz„) die Praxis des Gehwegparkens verteidigt.

Herr Reißer sagt darin:

„Wir haben hier einen Entscheidungsspielraum, den wir in einer für die Bürger positiven Weise nutzen wollen.“

Zur Situation in der Liebfrauenstraße oder Magdalenenstraße sagt er:

„Da ist genug Platz für Fußgänger, Rollstuhlfahrer oder einen Kinderwagen. Also lassen wir das durchgehen.“

Reißer fordert gegenseitige Rücksichtnahme:

„Man kann es halt nicht jedem recht machen.“

Martin Huth hat dazu einen Leserbrief geschrieben, der am 21.1.2015 veröffentlicht wurde: Ordnungsdezernent verteidigt Gehwegparken weiterlesen

Elektrobus mit Induktionsladung in Braunschweig

In Braunschweig werden Elektrobusse eingesetzt, die an der Endhaltestelle mittels Induktion aufgeladen werden.

Dadurch ist nur eine kleine Batterie erforderlich. Die Ladezeit beträgt nur 11 Minuten.

Die Fahrgäste, der Fahrer sowie die Anwohner profitieren vom ruhigen und abgasfreien Betrieb.

Dies berichtet die „Zeit“ in der aktuellen Ausgabe.
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-12/elektrobus-emil-braunschweig

Lärmgrenzwert mit Ausnahmen für Sportwagen

Autolärm nervt und macht krank. In der Straßenverkehrsordnung ist sogar vorgesehen, dass Straßen geschlossen werden, wenn es zu laut ist.

Leider habe ich noch von keinen Fall gehört, in dem eine Straße geschlossen wurde.

Die EU hat im März 2014 neue Grenzwerte für die Lärmemissionen von Autos beschlossen.

Die Grenzwerte sollen ab 2016 schrittweise – gaanz langsam – abgesenkt werden.

Die Regelung gilt nur für Neuwagen. Bei Motorrädern ändert sich nix. Und für bestimmte Fahrzeugtypen wurde ein höherer Grenzwert festgelegt als bisher! Lärmgrenzwert mit Ausnahmen für Sportwagen weiterlesen

VCD schlägt Erneuerbare-Mobilitäts-Gesetz vor

Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) hat den erneuerbaren Energien zum Durchbruch verholfen. Warum also nicht ein Erneuerbare-Mobilitäts-Gesetz (EMG) erfinden, welches die nachhaltigen Verkehrsmittel stärkt?

Der Chefredakteur des VCD-Magazins „fairkehr“, Michael Adler, hat im Vorwort der Ausgabe 5/2014 genau dies vorgeschlagen.

Zitat daraus:

„Wir brauchen neues Denken und neues Geld. Das EMG sollte daher den Verbrauch fossiler Energieträger verteuern und einen Aufschlag von – sagen wir – 10 Cent pro Liter Mineralöl festlegen. [..] Dieses Geld wäre zweckgebunden der Förderung emissionsarmer Mobilitätslösungen vorbehalten. [..]

Analog zum Atomausstieg würde die Bundesregierung den Ausstieg aus dem Straßenbau verkünden.“

Hurra! Mehr Parkplätze in Bauschheim..

Die Bauschheimer haben es geschafft: zwei Bürgerinitiativen haben sich dafür eingesetzt, dass in einem Neubaugebiet die Stellplatzsatzung geändert wird. Sie forderten zwei Stellplätze pro Wohneinheit statt „nur“ 1,5.
Begründung laut einem Zitat im Rüsselsheimer Echo:

„Jeder Haushalt hat doch heute mindestens zwei Autos.“

Hurra! Mehr Parkplätze in Bauschheim.. weiterlesen

Parkgebühren sollen weiter steigen

Artikel auf Echo Online

Stadtparlament – Straßen-Stellplätze müssen teurer sein als im Parkhaus, fordert Grünen-Verkehrsexperte Weidner

„Die räumliche Fehlverteilung des parkenden Verkehrs“ soll nach Weidners Worten mithilfe der städtischen Parkgebührenordnung korrigiert werden. Parkende Autos gehörten in die Parkhäuser; diese seien aber selbst in Spitzenzeiten nur zu 60 Prozent ausgelastet, was auch an der Preispolitik des Beinahe-Monopolisten Q-Park liege.
Die Parkgebühren im öffentlichen Raum sollten immer ein bisschen höher sein als im Parkhaus“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen. „Wenn die Parkhäuser nicht mehr teurer sind, verschwindet auch der Parkplatz-Suchverkehr von den Straßen.“ Parkgebühren sollen weiter steigen weiterlesen

Kleinere Autos statt breitere Parkbuchten

Artikel auf Echo Online

Parkhaustest – Grüne-Abgeordnete Daniela Wagner kritisiert ACE-Forderungen

Daniela Wagner, Mitglied im Ausschuss für Verkehr des Deutschen Bundestages, kritisiert die Feststellung des ACE bei einem Parkhaustest in Darmstadt (wir berichteten), viele Parkbuchten seien für große und breite Autos zu klein. Statt mobilitätspolitisch sinnvoll eine Reduzierung der großen und Benzin verschwendenden Fahrzeuge anzustreben, fordere der ACE größere Parkhäuser, so Wagner. Die „unterschwellige Förderung von übergroßen Automobilien hält Wagner deshalb für absolut unangebracht.
„Eine damit einhergehende Förderung solcher Pkw ist meiner Ansicht nach der falsche Weg. Vielmehr müssen wir die Menschen dahin gehend bewegen, sich kleinere Autos zuzulegen oder gleich auf den ÖPNV umzusteigen“, so Wagner. Sie verweist neben dem erhöhten Spritverbrauch auch auf eine erhöhte Verletzungsgefahr für Fußgänger bei Unfällen.

Konversionsflächen und ihre Anbindung

Artikel auf Echo Online

„Auf eine Bürgerfrage zur Klimaschutzfunktion der noch auf der Erschließungstrasse stehenden Bäume sagte der Bauausschuss-Vorsitzende Ctirad Kotoucek (CDU): „Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur hilft dem Klimaschutz, indem sie Verkehre vermeidet.“

Alles klar: rodet den Wald und baut neue Straßen, damit wir endlich eine ‚funktionierende Verkehrsinfrastruktur‘ bekommen. Und natürlich werden weniger Menschen mit dem Auto kommen, wenn es mehr Straßen gibt. Oder habe ich da was falsch verstanden? Ach so, die Menschen fahren ohnehin mit dem Auto, und da macht sich der eine gesparte Kilometer natürlich in der Klimabilanz bemerkbar. Konversionsflächen und ihre Anbindung weiterlesen

Themengruppe Klimaschutz auf der Umweltinformationsbörse 2012

Aus einem Artikel im Darmstädter Echo vom 27. August 2012:

„Man kann viel machen, [..] aber es muss gewollt sein.“
Diese Erkenntnis lässt sich übertragen auf den Stand der lokalen Agenda [auf der Umweltinformationsbörse am 25. August], wo sich Martin Huth von der Themengruppe Klimaschutz für das Nichtparken auf Gehwegen einsetzt.

Warum, erläutert der junge Mann so: Wenn alle auf der Straße parken, wird der Bürgersteig attraktiver für Fußgänger und animiert so zum Gehen statt Autofahren. Gleichzeitig wird es auf den Straßen enger und müssten Autos teils weiter weg vom Haus parken, sodass die nächste Haltestelle in der Relation näher sei. Das rege zum Umsteigen auf Bus und Bahn an.

„Es geht darum, die Schwelle zum Autofahren ein bisschen höher zu hängen“, fasst Huth zusammen. „Abgesehen davon, dass Gehwegparken ohnehin illegal ist.“

Bericht von der Umweltinformationsbörse

Aus einem Artikel im Darmstädter Echo vom 27. August 2012:

„Man kann viel machen, [..] aber es muss gewollt sein.“
Diese Erkenntnis lässt sich übertragen auf den Stand der lokalen Agenda [auf der Umweltinformationsbörse am 25. August], wo sich Martin Huth von der Themengruppe Klimaschutz für das Nichtparken auf Gehwegen einsetzt.
Warum, erläutert der junge Mann so: Wenn alle auf der Straße parken, wird der Bürgersteig attraktiver für Fußgänger und animiert so zum Gehen statt Autofahren. Gleichzeitig wird es auf den Straßen enger und müssten Autos teils weiter weg vom Haus parken, sodass die nächste Haltestelle in der Relation näher sei. Das rege zum Umsteigen auf Bus und Bahn an. „Es geht darum, die Schwelle zum Autofahren ein bisschen höher zu hängen“, fasst Huth zusammen. „Abgesehen davon, dass Gehwegparken ohnehin illegal ist.

Parkgebühren sind gewollt

Das Darmstädter Echo berichtet von der Bürgerbeteiligung auf der Bürgerhaushalt-Internetplattform http://da-bei.darmstadt.de .
Der Artikelschreiber stellt fest:

„Autofahrer, die ihren Wagen auf Gehwegen parken, sollen zur Kasse gebeten werden.
Überhaupt zeichnet sich im Internet eine vergleichsweise große Zustimmung zu Parkgebühren auf öffentlichen Flächen ab. Die reicht bis zu dem Vorschlag nach einer Parkplatz-Gebührenpflicht für Lehrer auf Schulparkplätzen.“