Archiv der Kategorie: Flächenverbrauch

Gehwegparken im Woogsviertel wird weiter toleriert

Viele Gehwege im Woogsviertel werden als Parkplatz missbraucht. Dies ist illegal, doch die Stadtregierung schaut weg.

Dies soll sich so schnell nicht ändern: in der Magistratsvorlage 2017/0078 zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Kapellplatzviertel ist ein „Parkraumbewirtschaftungskonzept“ eines Verkehrsplanungsbüros beigefügt, in dem steht (S. 18):

Für das Woogsviertel soll zunächst keine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden. Stattdessen werden im Folgenden einige Einzelmaßnahmen empfohlen, mit denen zunächst begonnen werden kann. Nach Beginn der Parkraumbewirtschaftung im Kapellplatzviertel sollte die Situation im Woogsviertel beobachtet und das Thema Parkraumbewirtschaftung bei Bedarf angegangen werden.

(1) Kein Gehwegparken entlang der empfohlenen Schulwege

Um für Schulkinder den Weg zur Schule sicher zu gestalten, sollte auf den empfohlenen Schulwegen aus den Schulwegeplänen nicht auf den Gehwegen geparkt werden. Im Woogsviertel sind davon die Kiesstraße und die Soderstraße betroffen. Entlang dieser Straßen sollte das Parken am Straßenrand nur einseitig zugelassen werden. So können die Gehwege frei und die Straßen befahrbar bleiben.

(2) Umwandlung von Straßenzügen in verkehrsberuhigte Bereiche mit Umwandlung der Gehwege in Parkstreifen

Es wird vorgeschlagen, einige Straßenzüge im Woogsviertel in verkehrsberuhigte Bereiche umzuwandeln. Die Gehwege werden dabei in Parkstreifen umgewandelt. Die vorhandenen Grundstückszufahrten und Hauseingänge müssen dabei freigehalten werden. Beispielsweise die Wienerstraße und die Gervinusstraße kämen für diese Maßnahme in Frage, da hier nur eine geringe Anzahl an Parkplätzen wegfallen würde.

Gehwegparken im Woogsviertel wird weiter toleriert weiterlesen

Lindenhofstraße wird zur Flaniermeile

Der Magistrat hat eine Forderung aus dem Bürgerhaushalt 2016 in eine Planung umgesetzt: Die Lindenhofstraße soll zur Flaniermeile werden. In der Magistratsvorlage 2017/0078 zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung im Kapellplatzviertel steht:

Die Lindenhofstraße wird westlich der Mühlstraße als Fußgängerzone ausgewiesen, um den Anteil an erfolglosem Parksuchverkehr zu reduzieren und die Konflikte zwischen hohem Fußgängeraufkommen und Parksuchverkehr zu unterbinden. [..]

Zwischen der Mühlstraße und der Zufahrt des Mercksplatzes West wird die Lindenhofstraße als Verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, um diese Straße als Nahmobilitätsachse zwischen Innenstadt und den östlich gelegenen Quartieren aufzuwerten. Durch diese Veränderungen entfallen in der Lindenhofstraße westlich der Mühlstraße 12 bis 16 Stellplätze.

Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, und hoffe, dass die Mitglieder des Verkehrsausschusses am 26. April sowie die Stadtverordnetenversammlung am .. der Vorlage zustimmen werden.

Endlich Radfahrstreifen auf der Heidelberger Straße geplant

Die Heidelberger Straße in Darmstadt ist zwischen Hermannstraße und Landskronstraße für Radfahrer nicht gut zu befahren. Radverkehrsanlagen haben eine schlechte Qualität oder sind gar nicht vorhanden.

Das soll nun geändert werden: gemäß der Magistratsvorlage 2017/0060, im April 2017 vom Magistrat beschlossen, sollen beidseitig Radfahrstreifen eingerichtet werden. Die Planung wurde bereits 2012 begonnen, die Umsetzung soll nach den Sommerferien 2017 erfolgen. Endlich Radfahrstreifen auf der Heidelberger Straße geplant weiterlesen

Lastenräder zur Paketzustellung in Darmstadt

Lastenräder eigenen sich wunderbar zur Paketzustellung – das haben auch einige Paketdienstleister erkannt.

Die Firma GLS wird testweise von April bis Juni 2017 in der Fußgängerzone Darmstadts mit Lastenrad ausfahren. Als Depot dient ein LKW-Anhänger, der auf dem Marienplatz steht (500 m entfernt). Das Fahrrad steht in einem Interims-Depot, eine dauerhafte Lösung muss dafür noch gefunden werden.

Die eingeschränkten Lieferzeiten (bis 12 Uhr) gelten für das Lastenrad nicht. Dies könnte der wichtigste Anreiz für das Unternehmen sein.

Artikel im Darmstädter Echo vom 30. März 2017.

Auch in Frankfurt wird experimentiert – von DHL. Das eingesetzte vierrädrige Gefährt nennt sich „Cubicycle“. (Blogartikel)

Ich wünsche mir von der Stadt Darmstadt, dass bei der Bebauung innenstadtnaher Flächen die Möglichkeit eines Lastenrad-Zwischen-Depots mit bedacht wird. Der Bundesverband der Paket- und Express-Logistik hat eine Studie veröffentlicht, welche Kriterien bei einem solchen Depot zu beachten sind.

Eine weitere Idee ist das Zusammenlegen der Zustellung verschiedener Dienstleister, wie es im Klimaschutzkonzepts der Stadt Darmstadt dargestellt ist. (#80: Aufbau eines City-Logistik-Systems für die Versorgung der Innenstadt)

Warum der Radschnellweg Darmstadt-Frankfurt kein Schnellweg ist

Die Pendler zwischen Darmstadt und Frankfurt sollen vom Auto aufs Rad umsteigen. Dafür wird ein Radschnellweg zwischen den beiden Städten geplant.

In diesem Artikel zeige ich, warum der Radschnellweg momentan seinen Namen nicht verdient, und was sich aus meiner Sicht ändern müßte. Warum der Radschnellweg Darmstadt-Frankfurt kein Schnellweg ist weiterlesen

Martinsviertel Ost: Verbesserungen für den Fußverkehr geplant

Zwei Magistratsvorlagen sollen die Situation für Fußgänger im östlichen Martinsviertel verbessern. In beiden Vorlagen geht es um die Neugestaltung von Knotenpunkten.

Bei Vorlage 2016/0274 geht es um

  • Gutenbergstraße / Lichtenbergstraße
  • Gutenbergstraße / Taunusstraße
  • Kittlerstraße / Hohler Weg

Bei Vorlage 2016/0285 geht es um

  • Kranichsteiner Straße / Liebfrauenstraße / Kittlerstraße

Martinsviertel Ost: Verbesserungen für den Fußverkehr geplant weiterlesen

Auto-Mitfahrangebote in Da-Di

Wer alleine Auto fährt, verbraucht viel Platz und hat einen hohen Schadstoffausstoß. Und natürlich muss man die Kosten alleine tragen.

Es spricht also vieles dafür, die vier freien Couch-Plätze im eigenen Auto mit Mitfahrern zu besetzen.

Es gibt zwei Initiativen, welche in Darmstadt und im Odenwaldkreis aktiv sind: Auto-Mitfahrangebote in Da-Di weiterlesen

Neue Parkregelung in Kranichstein K6

Im Wohngebiet K 6.1 in Darmstadt-Kranichstein gilt ab sofort eine neue Parkregelung.

Bisher war das Parken am Straßenrand kostenlos möglich.

2016-07-01_16-25-17_40
Neue Parkscheinautomaten in K6.

Nun wurden zwei Parkscheinautomaten installiert. Von Mo-Sa zwischen 8 und 20 Uhr muss nun ein Parkticket gelöst werden, wenn man sein Auto am Straßenrand parken möchte. Das Parken kostet 1 ct pro Minute bzw. 3 EUR am Tag.

Ausserdem gibt es in der Herta-Mansbacher-Straße (verkehrsberuhigter Bereich bzw. „Spielstraße“) nur noch Stellflächen für Fahrzeuge mit Behindertenausweis. Parken ist also nur noch in der Elisabeth-Selbert-Straße möglich. Neue Parkregelung in Kranichstein K6 weiterlesen

Gehwegbreiten bei Neuplanung – Beispiel Weiterstädter Straße

Die Weiterstädter Straße in Darmstadt-Arheilgen führt von der Ortsteilmitte zum Bahnhof und zum Friedhof. Deshalb wird sie häufig von Fußgängern benutzt.

 

Die Straße ist sanierungsbedürftig und soll grundlegend erneuert werden. Welche Gehwegbreiten wurden hier angesetzt? Gehwegbreiten bei Neuplanung – Beispiel Weiterstädter Straße weiterlesen

TU-Parkhäuser – Wann ist die öffentliche Nutzung möglich?

Im Martinsviertel gibt es weniger Parkplätze als Autos. Deshalb toleriert die Stadt, dass illegal auf Gehwegen geparkt wird. Dabei gibt es in zentraler Lage ein großes Parkhaus: das TU-Parkhaus in der Ruthsstraße. (TU = Technische Universität Darmstadt)

Dieses Parkhaus hat allerdings einen großen Haken: es ist nur für TU-Angehörige zugänglich.

Was müsste sich ändern, damit das Parkhaus für die öffentliche Nutzung freigegeben wird? TU-Parkhäuser – Wann ist die öffentliche Nutzung möglich? weiterlesen

Stellplatzsatzung für Lincolnsiedlung

Die Stellplatzsatzung für die Lincolnsiedlung ist im Juli 2015 in Kraft getreten.

*** Update September 2016 ***

Die Stellplatzsatzung wird geändert. In Vorlage 2016/0305 wird der Stellplatzschlüssel auf 0,65 Stellplätze festgelegt. Die Herstellung von mehr oder weniger Stellplätzen pro Wohneinheit ist nicht zulässig.

Die Änderung wird begründet mit dem Wunsch, mehr Wohneinheiten zu errichten, ohne mehr Kfz-Verkehr zu bekommen.

******

Die Magistratsvorlage (Vorlagen-Nr. 2015/0192) begründet vorbildlich, warum in der Lincolnsiedlung nur 0,8 0,65 Stellplätze für Kfz pro Wohneinheit gebaut werden dürfen. Stellplatzsatzung für Lincolnsiedlung weiterlesen

Grünfläche statt Parkplatz in Eberstadt

Im Eberstädter Fritz-Dächert-Weg stehen neun Wohnblocks aus den 50er Jahren. Dazwischen ist jeweils eine Grünfläche, die bisher auch zum Parken genutzt wird.

Der BUND hat nun gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer Bauverein ein Konzept erstellt:

Im Laufe des Sommer 2015 werden alle wilden Parkflächen entfernt, statt dessen wird Rasen eingesät. Zusätzlich wird je ein Baum gepflanzt und ein Sitzbereich eingerichtet.

Bei der Mieterversammlung kam diese Nachricht erstaunlich gut an. Zitat: „Dann können Kinder und Enkel wieder gefahrlos vor die Tür.“ Grünfläche statt Parkplatz in Eberstadt weiterlesen

Karolinenplatz wird als Parkplatz missbraucht

Karolinenplatz oder Parkplatz? Foto: A. Bröder
Karolinenplatz oder Parkplatz?
Foto: A. Bröder

Rund ums Staatsarchiv stehen immer wieder Autos, obwohl die Fläche von Fahrzeugen gar nicht befahren werden darf.

Das Ordnungsamt schreibt dazu:

Von Januar bis Anfang März wurden 53 „Knöllchen“ verteilt. Allein am 5. März waren es 7 Fahrzeuge. Ich habe die Kollegen gebeten, ihre Kontrolltätigkeit nochmal zu intensivieren.

Ein Auto braucht Platz für 10 Fahrräder

Dass ein Auto mehr Platz braucht als ein Fahrrad, ist klar.

Quelle: www.cyclehoop.com

Dass jedoch gleich 10 Fahrräder auf die Fläche eines Autos passen, ist überraschend.

Und doch leuchtet es ein, dass ein einzelnes Auto mit einer Länge von 4,50 m und einer Breite von zwei Metern 9 m² Fläche beansprucht.

Quelle: www.cyclehoop.com

Die britische Firma Cyclehoop hat einen Fahrradständer entworfen, der diesen Platzverbrauch deutlich macht:

http://www.cyclehoop.com/product/bike-racks-and-cycle-stands/car-bike-port/

Er ist 4,10 m lang und 1,30 m tief.