Martinsviertel Ost: Verbesserungen für den Fußverkehr geplant

Zwei Magistratsvorlagen sollen die Situation für Fußgänger im östlichen Martinsviertel verbessern. In beiden Vorlagen geht es um die Neugestaltung von Knotenpunkten.

*** Update 10.11.2017 ***
Der Start der Bauarbeiten ist für 27.11.2017 angekündigt. Sie sollen ca. 10 Wochen dauern.
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Bei Vorlage 2016/0274 geht es um

  • Gutenbergstraße / Lichtenbergstraße
  • Gutenbergstraße / Taunusstraße
  • Kittlerstraße / Hohler Weg

Bei Vorlage 2016/0285 geht es um

  • Kranichsteiner Straße / Liebfrauenstraße / Kittlerstraße

Was ist geplant?

(teilsweise zitiert aus der Magistratsvorlage)

An manchen Ecken werden sogenannte Gehwegnasen gebaut. Das bedeutet, dass der Gehweg an den Ecken besonders breit ist. Für Fußgänger wird die Querung der Fahrbahn erleichtert, da die Fahrbahn an dieser Stelle nicht mehr so breit ist. Ausserdem ist so klargestellt, dass in diesem Bereich nicht geparkt werden darf. Und wenn man sich dort zufällig trifft und stehenbleibt, gibt es genügend Raum, damit andere noch vorbekommen.

Planungsdetail für den Knotenpunkt Kittlerstraße - Hohler Weg. Quelle: Magistratsvorlage 2016/0274
Planungsdetail für den Knotenpunkt Kittlerstraße – Hohler Weg. Die Gehwegnasen sind gut zu erkennen.
Quelle: Magistratsvorlage 2016/0274

Gutenbergstraße / Lichtenbergstraße bzw. Gutenbergstraße / Taunusstraße

Barrierefreier Ausbau mit den bekannten weißen Noppenplatten.

Ausserdem wird an der Kreuzung Gutenbergstraße / Lichtenbergstraße der Gehweg in der westlichen Ecke verbreitert.

An beiden Kreuzungen wird die Straßenbeleuchtung an die Gehwegshinterkante versetzt.

Fotos vom Ist-Zustand der Kreuzung Gutenbergstraße / Lichtenbergstraße, aufgenommen an einem Mittwochvormittag im September 2016:

Fotos vom Ist-Zustand der Kreuzung Gutenbergstraße / Taunusstraße, aufgenommen an einem Mittwochvormittag im September 2016:

Hohler Weg / Kittlerstraße

Im Kurvenausrundungsbereich, auf der Seite des Kindergartens, wird der Gehweg verbreitert.

Fotos vom Ist-Zustand der Kreuzung Hohler Weg / Kittlerstraße, aufgenommen an einem Mittwochvormittag im September 2016:

Kranichsteiner Straße / Liebfrauenstraße / Kittlerstraße

Ziel der Planung ist, den derzeit unübersichtlichen Knotenpunkt für Fußgänger und Menschen mit  Behinderungen zu verbessern und ein sicheres, barrierefreies Überqueren zu gewährleisten.

Ein weiteres Ziel ist es, die Querungsstellen von parkenden Fahrzeugen freizuhalten, um die Sichtverhältnisse im Knotenpunkt zu verbessern.

Die Gehwege werden durch die Neuordnung der Parkflächen frei von parkenden Fahrzeugen.

Die Fahrbahnbreite wird in der durchgehenden Hauptrichtung auf 6,50 m und in den untergeordneten Straßen auf 5,50 m verringert.

Planungsdetail für den Knotenpunkt Kranichsteiner Straße - Kittlerstraße - Liebfrauenstraße. Quelle: Magistratsvorlage 2016/0285
Planungsdetail für den Knotenpunkt Kranichsteiner Straße – Kittlerstraße – Liebfrauenstraße.
Quelle: Magistratsvorlage 2016/0285

Fotos vom Ist-Zustand der Kreuzung Kranichsteiner Straße / Liebfrauenstraße / Kittlerstraße, aufgenommen an einem Mittwochvormittag im September 2016:

Kommentar

Die Umgestaltung finde ich überaus erfreulich. Natürlich wird man nicht alle Kreuzungen Darmstadts derart aufwändig umbauen können. Bei den anderen Kreuzungen können z.B. strategisch platzierte Fahrradabstellanlagen dafür sorgen, dass die Kreuzungsbereiche frei von parkenden Fahrzeugen bleiben, und somit gute Sichtverhältnisse bestehen.

Ein Gedanke zu „Martinsviertel Ost: Verbesserungen für den Fußverkehr geplant“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich freue mich dass die Bauarbeiten an den Kreuzungen Gutenbergstrasse/Lichtenbergstrasse und Gutenbergstrasse/Taunusstrasse abgeschlossen sind. Es sieht sehr gut aus und ist für Fussgänger und auch für mich im Besonderen als Mutter mit Kinderwagen eine Erleichterung.
    Leider wurden im Rahmen der Erneuerung auch Parkverbotschilder an den Kreuzungen aufgestellt, die in jede Strasse ca 15m einreichen. Damit fallen an jeder Kreuzung etwa 16 Parkplätze weg. Wie weithin bekannt ist, ist die Parksituation im Martinsviertel bereits sehr angespannt. Mich würde interessieren was der Hintergrund für diese Entscheidung ist und welchem Verkehrsteilnehmer er dient. Es ist für mich nicht ersichtlich! Gibt es ausserdem einen Plan die dadurch entfallenden Parkplätze an anderer Stelle zur Verfügung zu stellen?
    Über eine Erklärung würde ich mich freuen.

    Mit besten Grüßen,
    Lea Tiemann

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