Verkehrsversuch Rheinstraße

Als Beitrag zur Diskussion über den Verkehrsversuch in der Rheinstraße habe ich einen Videomitschnitt hochgeladen:

Meine Einschätzung:

Die Kfz-Stellflächen sind beschildert mit „Parken verboten werktags 7-19 h“. Somit muss jederzeit mit einem Öffnen der Türen gerechnet werden. Ein Abstand von 1,50 m zu den Fahrzeugen ist Pflicht.

Ich glaube nicht, dass überholende Kfz den Abstand von 1,50 m zu Radfahrern einhalten können, wenn sie den korrekten Abstand zu den „haltenden“ Kfz einhalten.

Die meisten Kfz halten nicht, sondern parken. Somit wird hier öffentlicher Raum missbraucht. (und ist offensichtlich auch nicht erforderlich, oder gehen die Geschäfte ein, wenn nicht alle drei Minuten ein Parkplatz frei wird?)

-> Lösung: Haltestreifen entfernen, Protected Bike Lane mit 2,40 m Breite (Radentscheid-Forderung), alles gut.

*** Update 7.4.2018 ***

Die Stadt hat die Markierung um einen Schutzstreifen ergänzt, und den Gehweg zum Radfahren freigegeben. Video:

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3 Gedanken zu „Verkehrsversuch Rheinstraße“

  1. 2,40 m ist arg eng, wenn man jemanden überholen möchte: 1 m Verkehrsraum pro Fahrzeug (mehr bei Sonderbauformen) lassen nur 40 cm Sicherheitsabstand für alle zusammen übrig. Nichts daran ist „protected“, ich hätte in so einer Fehlkonstruktion Angst.

    Aber voraussichtlich würde die Verpollerung gerade in dieser Gegend sowieso so viele Geisterfahrer anziehen, dass an Überholen gar nicht mehr zu denken wäre. Tatsächlich gar nicht erst zur Verpollerung kommen, sondern man wird die Radfahrer bei ihrer Radwegforderung packen, über den Tisch ziehen und in einen Dooring-Streifen wie in der Bismarckstraße stecken. Das macht man schon seit Jahrzehnten so und die aktuelle Radentscheid-Mode läutet nur die nächste Runde ein, indem sie auf die Idee gleichberechtigter Verkehrsteilnahme von vornherein verzichtet und lieber schönere Ghettos fordert.

    1. Sorry, aber diese Video zeigt eigentlich, das keiner in der Lage ist für ALLE Verkehrsteilnehmer eine sinnvolle Verkehrssituation zu schaffen.
      Der Versuch kostet eigentlich nur läppische 100.000€ (Schuldensteigerung ) und das schlimme Ergebnis war doch vorher schon bekannt.

  2. Der Versuch sollte zu den Sommerferien beendet werden!
    Welches Jahr?
    Aber im Ernst: Platz für Radler wäre vorhanden.
    1. Die vor einigen Jahren durchgeführte Verbreiterung des Bus/Straßenbahnpodests wieder zurücknehmen.
    2. Den Haltestreifen für Autos auf den alten Radstreifen verlegen (soweit er erhalten bleiben soll).
    Denn: „Fußgänger mit Radfahrer frei“ ist das ungeschickteste, was man machen kann. Wer fährt den vorschriftsmäßig in Fußgängergeschwindigkeit???

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