Bürgerhaushalt 2017

Der Bürgerhaushalt 2017 wurde vor einigen Tagen mit erfreulichen Ergebnissen beendet.

Viele Vorschläge zur Verkehrswende wurden gewählt, z.B.:

Falschparken konsequent ahnden

(Vorschlag #210)

Falschparker auf Fußwegen, Radwegen, vor Hofeinfahrten und in Halteverbotszonen, z.B. vor Schulen stellen häufig eine Verkehrsbehinderung und/oder eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Spricht man die Autofahrer auf ihr Fehlverhalten an, heißt es „Ich wollte nur mal kurz … (Brötchen holen, Zigaretten kaufen, usw.)“.

Durch konsequentes Ahnden von Falschparkern lassen sich sowohl die Verkehrssicherheit in Darmstadt als auch die Einnahmen der Stadt erhöhen.

Dafür: 155 Stimmen
Dagegen: 11 Stimmen

Gehsteigparken verbieten

(Vorschlag #44)

Autos sollten nicht auf Gehsteigen parken dürfen!

Dafür: 138 Stimmen
Dagegen: 16 Stimmen

 

Einnahmen durch Ahndung von Verkehrüberschreitungen

(Vorschlag #64)

Eine konsequente Ahndung der Verkehrssünden
– Parken auf Geh- und Fahrradwegen,
– das Überfahren roter Ampel (insbesondere der rechtsabbieger Ampeln) (Autofahrer, Fahrradfahrer und Fussgänger) und
– die Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer.
würde zu mehr Sicherheit und auch Respekt untereinander führen und hätte auch noch den positiven Effekt, dass die Stadt Bussgelder einnehmen könnte.

Ich empfehle daher mal einen kleinen Rundgang im nördlichen Teils Darmstadt (Kranichsteiner Str. Ecke Rhönring, im weiteren Verlauf Richtung Koperinkusplatz, die Kreuzungen Rhönring/ Frankfurter Straße oder Kasinostraße/ Pallaswiesenstraße. Im Bereich der Hochschule, Bessungen und natürlich in den schönen Vierteln: Tintenviertel, Komponistenviertel usw.

Folgender Kommentar wurde dazu abgegeben:

Alleine das konsequente Ahnden des weit verbreiteten illegalen Gehwegparkens würde Darmstadt zu einer der reichsten Kommunen machen! Wann endlich wird hier in Darmstadt den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrern höhere Bedeutung zugemessen als den Autofahrern (die ihren PKW meist rücksichtslos auf Geh- und Radwegen abstellen)? Auch ein Herr Reißer wird sich dem geltenden Recht (die StVO ist in diesem Punkt eindeutig) irgendwann beugen müssen!

Dafür: 133 Stimmen
Dagegen. 8 Stimmen

beschlossene Fahrradstraßen in Arheilgen endlich realisieren

(Vorschlag #12)

Die Parallelstraßen zur Frankfurter Landstraße (Im Erlich, Vor der Schreiberpforte und Ettesterstraße) sollen zur Fahrradstraße werden. Dies hat die Stadtverordnetenversammlung am 12.5.2016 beschlossen (Vorlage 2015/0567).
Seitdem ist ein Jahr vergangen, aber in Arheilgen gibt es immer noch keine Fahrradstraße.

Vorschlag: Die Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahme wird unverzüglich begonnen.

Beschluss mit Plänen im Parlamentsinformationssystem.

Dafür: 68 Stimmen
Dagegen: 14 Stimmen

Bürgersteige sind keine Parkplätze

(Vorschlag #66)

Der Bürgersteig an der Volksbank in der Darmstädter Str. wird, besonders seit dem auf der gegenüberliegenden Seite ein Dönerladen ist, regelmäßig als Parkplatz mißbraucht.

Dadurch wird eine sichere Benutzung durch z.B. Schulkinder, Mütter mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollator unmöglich gemacht. Dass dort Halteverbot herrscht, hält die Autofahrer nicht davon ab 90% des Bürgersteigs zu blockieren. Als Fußgänger wird man genötigt, die Straßenseite zu wechseln, was eine zusätzliche Gefahr birgt. Der Verkehr an dieser Stelle wird durch die parkenden Autos sehr unübersichtlich und dadurch gefährlich für alle Beteiligten.

Der Bürgersteig muss gegen das Befahren von Autos gesichert werden.

Dafür: 137 Stimmen
Dagegen. 7 Stimmen

Zebrastreifen über die Landskronstraße

(Vorschlag #18)

Die Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich Mendelssohnstraße/ Landskronstraße/ Schaffnitstraße wird von vielen Kinder benutzt.

Ein Ausbau zum Zebrastreifenübergang würde die Überquerung der Landskronstraße, an dieser Stelle, nicht nur für Kinder erheblich erleichtern, da viele Autofahrer nicht anhalten. Außerdem würde er die Sicherheit erhöhen.

Dafür: 31 Stimmen
Dagegen: 3 Stimmen

 

Zebrastreifen Mornewegschule

(Vorschlag #157)

Täglich gehen hunderte von Schülern ihren Schulweg zur Mornewegschule.
Derzeit kann man lediglich ueber die Fussgängerampel in der Karlstrasse sicher die Straße überqueren und zur Schule gelangen.
Alle weiteren Zugänge zur Schule, beispielsweise von der Haltestelle Freiberger Platz oder aus dem Prinz-Emil-Garten haben weder einen Zebrastreifen noch eine Fussgängerampel. Und das obwohl diese Straßen (Hermannstrasse/Eichbergstrasse) zu Stoßzeiten mit erheblichen Verkehr und chaotischen Zuständen (Ein und Aussteigen mitten auf der Strasse, zu schnelle Geschwindigkeit!) zu kämpfen haben.
Grubdschulkinder müssen derzeit irgendwo über die Straße laufen und den Überblick behalten.
Deshalb schlage ich einen Zebrastreifen in der Hermannstrasse vor- Fuer mehr Sicherheit Fuer unsere Kinder!

Dafür: 32 Stimmen
Dagegen: 4 Stimmen

Fuß- und Radweg Modaupromenade verlängern zum Bahnhof Eberstadt

(Vorschlag #100)

Der Thementisch 2 des Stadtteilforums Eberstadt schlägt vor:

Ausbau der Modaupromenade vom Bahnhof (neuer Eingang Westseite) bis ins Zentrum von Eberstadt um eine SICHERE Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Pendler, Rad- und Fußwanderer und besonders auch die Mitarbeiter der dort ansässigen Betriebe sowie Schüler und Lehrer der Walldorfschule können so die gefährliche Strecke von der Kreuzung Karlsruher/Pfungstädter Straße bis zum Bahnhof vermeiden. Entlang der Pfungstädter Str. sinkt dadurch gleichzeitig die Zahl der Radfahrer und Fussgänger, was angenehmer ist für den motorisierten Verkehr.

Es entsteht insgesamt ein kreuzungsarmer Fuß- und Radweg von Eberstadt Mitte bis zum Ortseingang Pfungstadt. Eine mögliche Führung ist beigefügt.

Dafür: 38 Stimmen
Dagegen: 2 Stimmen

Moderne Fahrradabstellplätze im Geschäftszentrum Eberstadt schaffen

(Vorschlag #141)

Für den geplanten Lebensmittelmarkt im stark verkehrsbelasteten Ortskern von Eberstadt wäre dringend ein alternatives Mobilitätskonzept für eine bessere Erreichbarkeit und Akzeptanz bei der Bevölkerung von Nöten.

Eigentlich wäre es eine Selbstverständlichkeit großzügig Fahrradabstellplätze statt PKW-Stellplätze zu planen, allein die Realität ist eine andere sein, denn im ganzen Eberstädter Geschäftszentrum (Post, Sparkasse etc.) sind heute auf öffentlichem Grund keine 20 Fahrradabstellplätze vorhanden. Fahrräder müssen daher an Laternenmäste etc. angeschlossen werden.

Zukünftig sollte DIREKT vor dem Eingang des geplanten Lebensmittelmarktes GROSSZÜGIG (min. 40 Stellplätze) für Fahrräder (v.a. für Lastenfahrräder etc.) geschaffen werden, um den zu entstehenden PKW-Verkehr zu reduzieren.

Dafür: 61 Stimmen
Dagegen: 2 Stimmen

Radhauptroute „An der Fasaneriemauer“ sanieren

(Idee #9)

Schlaglöcher vor der Sanierung.

Wenn man von Arheilgen oder Kranichstein Richtung Ostbahnhof / Woogsviertel / Lichtwiese fahren möchte, kann man eine Radhauptroute entlang des Arheilger Mühlchens und der Trasse der Odenwaldbahn nutzen, die durch ruhige Wohnviertel führt. Sie ist angenehm und ampelfrei zu befahren.

Die Oberfläche im Bereich „An der Fasaneriemauer“ ist stark sanierungsbedürftig. Es gibt tiefe Schlaglöcher, am Rand bröckelt die Fahrbahn ab.
Im Jahr 2016 wurde ein entsprechender Bürgerhaushalt-Vorschlag gewählt, jedoch vom Magistrat nicht aufgegriffen.

Vorschlag: Die Straße „An der Fasaneriemauer“ erhält zeitnah eine grundhafte Fahrbahnsanierung.

Streckenverlauf + Fotos:
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/nordostumgehung-fuer-radfahrer/

Dafür: 44 Stimmen
Dagegn: 2 Stimmen

Kommentar: Die Fahrbahn „An der Fasaneriemauer“ wurde am Mo 19.6. – vor Abschluss des Bürgerhaushalts – mit einer neuen Deckschicht versehen.

Cityring – mehr Lebensqualität an der Stadtkirche durch Tempo 30

(Idee #7)

Querende Fußgänger an der Kirchstraße.

Jeden Tag kommt es auf dem Cityring an der Stadtkirche zu gefährlichen Situationen:
Fahrzeuge biegen rechts in die Pädagogstraße ein, Fußgänger queren die Fahrbahn.

Vorschlag: Beschränkung des Streckenabschnitts Karlstr/Kirchstr/Holzstr von den Knotenpunkten Hügelstraße bis Landgraf-Georg-Straße auf 30 km/h aus Gründen der Verkehrssicherheit.
Ausserdem befinden sich in unmittelbarer Nähe zwei Schulen (Alice-Eleonoren-Schule und LGG).

Der Streckenabschnitt Hügelstraße (von der Tunnelausfahrt bis zur Kreuzung Karlstraße) ist bereits mit T30 beschildert.

Nachweislich nimmt die Zahl und Schwere von Verkehrsunfällen ab. Der Lärm geht zurück. Die Luftverschmutzung wird reduziert. Menschen können angstfreier unterwegs sein.

Tausendsassa Tempo 30

Dafür: 64 Stimmen
Dagegen. 12 Stimmen

Straßenbahn zum Ostbahnhof statt Parkhaus

(Idee #139)

Die Planungen einer Straßenbahn zum Ostbahnhof sollten dringend wieder aufgenommen werden. Seit die Überlegungen für eine Reaktivierung der Linie eingestellt wurden, hat sich vieles geändert, u.a. Edelsteinviertel und Hofgut, Weltkulturerbe-Planung, vermehrt Einpendler aus Roßdorf und Odenwald.

Besucher und Touristen könnten flüssig auf der Schiene von der Stadtmitte in den Osten gelangen. Schulkinder aus dem Osten könnten die weiterführenden Schulen in der Innenstadt erreichen, ohne morgens mit dem Bus im Stau zu stehen. Auch Komponistenviertel und Rosenhöhe könnten davon profitieren.

Stattdessen halte ich Planungen für ein Parkhaus am Ostbahnhof für unsinnig, es sorgt für noch mehr Autos. Diese würden durch die angespannte Verkehrslage nur mühsam überhaupt bis zum Parkhaus vordringen.

Dafür: 37 Stimmen
Dagegen: 6 Stimmen

Straßenbahn zum Ostbahnhof

(Idee #198)

Eine Straßenbahn zum Ostbahnhof anstatt der vielen Busse, die täglich in die Stadt hinein und herausfahren. Wäre eine deutliche Verkehrsentlastung.

Dafür: 53 Stimmen
Dagegen: 5 Stimmen

 

Verzicht auf Westranderschließungsstraße

(Idee #99)

Die Stadt plant im Westen eine neue Erschließungsstraße. Diese würde streckenweise durch den wertvollen Westwald führen, der dazu teilweise gerodet werden müsste.
Ein Planungsverzicht würde nicht nur den Wald schützen, sondern auch die Stadtkasse erheblich entlasten.
Auf Straßenneubauten sollte Darmstadt generell verzichten und das Geld statt dessen in eine ökologische Verkehrswende investieren, die die Stadt zukunftsfähig macht.

Dafür: 140 Stimmen
Dagegen: 38 Stimmen

Kürzere Wartezeit an den Bedarfsampeln in Hindeburgstraße bzw. Donnersbergring

(Idee #173)

An den Bedarfsampeln zur Querung von Hindenburgstraße (Kreuzung Elisabethenstraße) bzw. Donnersbergring (Einmündung Groß-Gerauer Weg und südl. Weinbergstraße) müssen Fußgänger und Radfahrer nach Drücken des Knopfes sehr lange warten, bis die Autoampel auf „rot“ schaltet und sie „grün“ bekommen. Selbst wenn die Fahrbahn frei ist, weil an den benachbarten Ampelkreuzungen rot ist, dauert es oft noch so lange, bis die Ampeln umspringen, dass viele Radfahrer und Fußgänger nicht bereit sind, auf grün zu warten, sondern die sowieso freie Fahrbahn auch ohne „grün“ queren.

Durch kürzere Wartezeiten an diesen Querungsstellen ließe sich die Akzeptanz der Ampeln deutlich erhöhen, Fußgänger und Radfahrer kämen schneller voran und die Schulwege zu Mornewegschule, LGG, ELO, LIO würden sicherer werden.

Dafür: 59 Stimmen
Dagegen: 7 Stimmen

Fußgänger/Radweg entlang der B3

(Idee #3)

Von der Endhaltestelle der Straßenbahn in Darmstadt-Arheilgen kann man zu Fuß oder mit dem Rad nur über die Hindemithstraße nach Wixhausen laufen oder fahren,
Für die Bürger, die östlich der Frankfurter Straße wohnen ist das ein großer Umweg.
Ich schlage vor, einen Fuß-/Radweg entlang der B3 auszubauen.

Dafür: 25 Stimmen
Dagegen: 6 Stimmen

Ein Gedanke zu „Bürgerhaushalt 2017“

  1. Die Nieder-Ramstädter Straße von der Heinrichstraße bis zum
    Cityring sollte auch Tempo 30 bekommen.
    Hier liegen der katholische Kindergarten und das LGG an der Straße,
    und manche Kinder gehen in die Hoffmannschule.

    Die Anlieger an der Nieder-Ramstädter Straße werden genug durch
    Buslärm und Straßenbahnlärm belästigt. Der ÖPNV kommt vom
    Depot am Böllenfalltor, und das sehr früh morgens. Hier würde die
    Wohnqualität echt verbessert. Auch auf einer Bundesstraße muß
    Tempo 30 erlaubt sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.