Dieselfahrverbot kommt ab Juni 2019

Darmstadt bekommt ab Juni 2019 ein Dieselfahrverbot, weil die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden.

Es handelt sich um die Hügelstraße und die Heinrichstraße, also zwei wichtige West-Ost-Achsen durch die Stadt.

In Ost-West-Richtung kann der Cityring uneingeschränkt genutzt werden. Ein Durchfahrtsverbot auf Höhe des Staatsarchives war mal in Diskussion, wird aber nun wohl nicht kommen.

Das Fahrverbot gilt für Dieselfahrzeuge bis Euro 5 und Benziner  bis Euro 2. Natürlich mit zahlreichen Ausnahmen, u.a. für Handwerker.

Die Maßnahmenliste geht aber noch weiter, wie auch dem vorläufigen Luftreinhalteplan zu entnehmen ist:

  • Im Citytunnel Tempo 30, eine Spur wird gesperrt, auch in den Zufahrten Tempo 30 und Spurreduzierung.
  • wirksames Konzept zur Überwachung der Verkehrsbeschränkungen
  • Maßnahmen des Verkehrsmanagements
  • Erneuerung der Busflotte inkl. Teilelektrifizierung der Flotte
  • Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs
  • Förderung des Fahrradverkehrs, z.b. Schutzstreifen Heinrichstraße  (“Eine Umsetzung ist im Frühjahr 2019 realistisch”)
  • Ausbau und Förderung der Elektromobilität
  • Maßnahmen des Parkraummanagements
  • Maßnahmen des City Logistik Managements und der automatischen Überwachung des LKW-Durchfahrverbots
  • Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung der Zone I auf Bessungen-Nord bis zur Hermannstraße in 2019
  • Ausweitung des Bewohnerparkens im Westen der Zone I bis zur Hindenburgstraße (November 2018)
  • 2019 soll das Bewohnerparken auf der Mathildenhöhe eingeführt werden, im direkten Anschluss im Woogsviertel und Johannesviertel.

Aus meiner Sicht sollte nun der Böllenfalltorweg zur Einbahnstraße Richtung Westen werden, oder zur Sackgasse. Ansonsten wird wohl  Schleichverkehr von der A5 über Haardtring – Landskronstraße – Klappacher Straße – Böllenfalltor – Böllenfalltorweg zur B26 kommen.

Die Kommunalpolizei hat bereits angekündigt:

“Ein Verstoß gegen ein Dieselfahrverbot ist eine von vielen Ordnungswidrigkeiten, die geahndet werden.”
Kontrollen werde es aber nur im Rahmen der üblichen Verkehrskontrollen wie etwa bei dem Lkw-Durchfahrtsverbot geben. “Wir werden an keiner Stelle Personal für zusätzliche Kontrollen abziehen.”

Da müssen die Dieselfahrer wohl nichts befürchten, wenn die Kontrollen ähnlich intensiv wie beim Gehwegparken laufen..

Aber das Echo schreibt:: “Partsch kündigte an, dass in der Hügel- und in der Heinrichstraße Blitzer aufgestellt und für zeitweise Kontrollen vier zusätzliche Kommunalpolizisten eingestellt würden. ”
Partsch erwähnte auch die Aufstellung von zwei Blitzersäulen zur Kontrolle des Durchfahrtverbotes.

Den Videomitschnitt der gesamten Pressekonferenz der Hessischen Umweltministerin und OB Partsch hat die Verlagsgruppe Rhein-Main zur Verfügung gestellt.

5 Gedanken zu „Dieselfahrverbot kommt ab Juni 2019“

  1. Ordentliche Radwege in gutem Zustand, die nicht zugeparkt, nicht von Fussgängern benutzt und nicht mit Mülltonnen, Wahlplakaten u.ä. zugestellt sind, dazu vielleicht ein Zuschuss für gute Fahrräder/E-Bikes, vernünftiger ÖPNV, der in einem dichteren Takt fährt und für Bewohner in der äußeren Bereichen und Nachbarorten bezahlbar ist.
    Vielleicht noch ein Ruftaxi-system. Das wäre ein richtiger Einstieg in die Verkehrswende.
    Das was da geplant ist, ist – mit Ausnahme der Elektrobusse – sinnloser Unfug.

  2. Es wäre schön, wenn in der Innenstadt mehr verkehrsberuhigte Zonen entstehen. In Florenz (ja ich weiß, das ist nicht Darmstadt) darf in der Innenstadt nicht mehr gefahren werden. Die Entspannung und Ruhe sind von unermesslichem Mehrwert. Warum nicht auch bei uns?

  3. Ja klar. Verkehr kann ja irgendwo anders laufen. Muss ja nicht direkt vor meiner Haustür sein. Und dann weiter motzen weil der Vermieter mit den Mietpreisen nach oben zieht, da die Lage so schön ruhig und damit begehrt ist.
    Oh Gott, schmeiß Hirn von Himmel.

  4. Warum kommt keiner auf die Idee für die Pendler Parkplätze an den Ortseingängen anzubieten, damit ich als Pendler die Möglichkeit habe, auf den ÖPNV umzusteigen?

  5. Es wäre schon ein Anfang, wenn die Müllabfuhr ihr Geschäft auf der Heinrichstraße nicht morgens zwischen 7 und ( zur Hauptverkehrszeit verrichten würde. Da könnte der OB sogar direkt von heute auf morgen eingreifen.

    Ja und Florenz hat so einiges getan. Man kann jetzt von der Autobahn einen Parkplatz eingerichtet von dem man bequem in eine Straßenbahn umsteigen kann. Zudem fährt innerstädtisch fast alles elektrisch.
    Und in Canterbury kann man diese PR Parkplätze bewundern. Es gibt drei Stück. Und für 5 Euro kann man den ganzen Tag da stehen und mit der gesamten Autobesatzung in die Innenstadt pendeln.

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